• Was ist ein TraumaHelfer? Ein engagierter Mensch, der sich vorstellen kann, ein Kind für einen halben Tag in der Woche für zehn Termine verbindlich nach einer zweitätigen Schulung zu begleiten, und der auch bei schlimmen Geschichten zuhören kann. Während der Gruppensitzungen wird jedes Kind durchgehend persönlich von einem TraumaHelfer bereut.
  • Wer kann TraumaHelfer werden? Laien und alle Menschen, der von Berufs wegen mit Kindern umgehen, (LehrerInnen, Pflegekräfte, PsychologInnen, SozialpädagogInnen, ÄrtzInnen, Studierende dieser Berufsgruppen, Personen, die in den entsprechenden Arbeitsfeldern für Geflüchtete tätig sind, etc.).
  • Wer ist TraumaHelfer? Personen, die den zweitätigen TraumaHelfer-Kurs mitgemacht haben, sich selbständig fortbilden und dann Kinder unter professioneller kinderpsychotherapeutischer, bzw. traumatherapeutischer Anleitung und Supervision in unserem Konzept begleiten.

Wir unterstützen Sie bei der Qualifikation als TraumaHelfer, sodass Sie im Anschluss die Betreuung von einem Kind oder Jugendlichen in unseren Gruppensitzungen übernehmen können. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht an: traumahelfer@festland.group

Sie haben noch Fragen? Dann werfen Sie einen Blick in unsere FAQs!



Wie sieht die TraumaHilfe inhaltlich aus?

Bei den Kindern bis 12 Jahren arbeiten wir mit SPRINTS (Sand Play Reprocessiong Integrating Non-Verbal Trauma Techniques and Selfstabilization). Neben der Sandspieltherapie im engeren Sinne werden bei diesem Konzept „uralte“ Selbstentspannungstechniken integriert –Atmungs- und Bewegungsübungen – die sich Kinder bei den geschulten Betreuern abschauen können. (s. Prof. Loew et al 2016)

Eine weitere Komponente unseres Ansatzes ist das Eye Movement Desentizitation and Reprocessing (EMDR). Mittlerweile ist diese Methode auch sozialrechtlich vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie und bei Erwachsenen auch durch den gemeinsamen Bundesausschuss der KV, der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG) und der Kostenträger (GBA) anerkannt.

Weiter nutzen wir die in der Traumatherapie etablierten Methoden der Bibliotherapie (Therapeutischen Schreiben nach Pennebaker), Lifeline-Arbeit und Elemente des Somatic Experiencing SE (entwickelt und beschrieben von Dr. Peter Levine und Prof. Steven Porges), Malen im Sinne der Kunsttherapie und die in der Flüchtlingsarbeit etablierte Methode der narrativen Expositionstherapie.